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Stickkalender Januar

Es ist soweit!

Der erste Schritt zu meinem Jahresziel ist gemacht!

Mein kleines und doch unendlich großes Abenteuer hat begonnen und es gibt jetzt kein Zurück mehr. Das macht mich auf der einen Seite sehr glücklich, denn es ist ein Weg den ich für mich gefunden habe: zum einen kann ich meiner Sehnsucht, die ich seit Jahren in meinem Herzen trage, Raum geben und meine Arbeit kann Früchte tragen, zum andern macht es mir auch ein wenig Angst und flößt mir großen Respekt ein. Viele Ängste und Zweifel vor möglichem Scheitern, zu geringen Einnahmen und anderen Dingen wollen sich in mein Herz schleichen. Aber ich glaube fest daran,  dass dies hier mein persönlicher Weg wird. Ein Weg,  auf dem ich durch Höhen und Tiefen gehen werde, auf dem ich Freude und Zweifel erleben werde, wo sich Erfolg und Misserfolg die Hand reichen werden. Jede einzelne dieser Erfahrungen aber wird mich reifer, demütiger, weiser, gottesfürchtiger werden lassen. Darauf freue mich.   

Wenn du dich gerade etwas verwundert fragst wovon ich hier eigentlich rede, dann geh doch einmal oben auf den Reiter „Aktion Kinderheim“ oder folge diesem Link: Aktion Kinderheim. Dort erzähle ich dir ein wenig ausführlicher wie es zu dem Blog, zu den Kursen und überhaupt all dem hier gekommen ist… was mich dazu gedrängt und bewegt hat etwas auf die Beine zu stellen wovon ich im Grunde keine Ahnung habe 😀

Auf Instagram hatte ich euch Ende Dezember erzählt, dass ich mir für den Monat Januar zuerst überlegt hatte eine Tanne mit euch zu sticken. Es hat sich für mich so richtig und gut angefühlt, als ich meine Zeichnung für die Vorlage anfertigte… die Symbolik der Tanne, das Immergrün zu trostlosen, kalten Zeiten, ihre aufrechte Haltung,  die Wind und Kälte trotzt:  das alles rief in mir so eine wohltuende Ruhe und tiefen Frieden wach. Doch während ich stickte beschlichen mich immer mehr Zweifel (ja, da haben wir sie wieder, die Zweiflerin), ob die Tanne nicht zu langweilig, zu öde oder gar zu weihnachtlich rüberkommen würde. Als ich das Erstmuster fertig gestickt hatte, sagte ich zu meinem Mann: „Weißt du Schatz, ich liebe diese Tanne total, aber ich glaube,  sie ist nicht „instagramtauglich“.  Ich werde mir ein anderes Muster überlegen.“ Also stellte ich euch mein Erstwerk auf Instagram kurz als nicht „instarelevant“ vor und habe einfach mal absolut gar nicht mit euren Reaktionen gerechnet!!!! (Klick hier)
Ihr habt mich dermaßen positiv geflasht und damit all meine Zweifel mit Leichtigkeit im Wind zerstreut 😀

Während ich damals überlegte welches Motiv ich mir für den Januar aussuchen sollte, und ob ich mir ein Gesamtkonzept für das ganze Jahr überlegen sollte, wurde mir schnell klar: JA, ich will ein Gesamtkonzept! 

Zum einen sollte es unbedingt botanischen Ursprungs, zum anderen sollte jedes Bild möglichst typisch für den jeweiligen Monat sein. Wenn man am Ende alle 12 Monate nebeneinander liegen hat, sollten die Stickereien den jahreszeitlichen Lauf erzählen und  abbilden, ebenso sollten die Bilder  miteinander harmonieren und einen fließenden Übergang der einzelnen Monate illustrieren.

Beim recherchieren botanischer Elemente für den Monat Januar war es die schlichte Tanne, die mein Herz  hüpfen ließ. Wir haben uns schon sehr an sie gewöhnt und nehmen sie oft gar nicht mehr wahr (zumindest ging es mir so). Aber wenn ich mir überlege,  wie unsere Wälder ohne die immergrüne Tanne aussehen würden?  Traurig, trist, trostlos. Also wollte ich im Januar unbedingt der Tanne die Ehre erweisen, mit ihr das Jahr beginnen.

Ich persönlich habe die Tanne durch ihr immergrünes Kleid stets mit Hoffnung und Treue in Verbindung verbracht, während sie in unserem christlichen Glauben eng mit Geburt und Auferstehung verknüpft ist. Während ich alles mögliche über die Tanne und ihre Symbolik in Erfahrung bringen wollte, merkte ich, dass ihr nur gute Eigenschaften zugesprochen werden! Die alten Germanen sahen die Tanne als Symbol für Fruchtbarkeit, Wachstum und ewiges Leben.  Die Tanne im Wappen symbolisiert  Dauerhaftigkeit und Treue – hergeleitet von den immergrünen Nadeln. Bei den Kelten stand der stattliche Baum für Größe, Stärke, Weisheit, Schönheit und Würde,  lauter Eigenschaften also, die ich als Mensch als absolut erstrebenswert erachte, und weshalb die Tanne unbedingt den ersten Monat des Jahres in meinem Projekt zieren soll. Bevor jetzt jemand auf falsche Gedanken kommt und meint, ich wäre abergläubisch oder messe solchen Dingen zu viel Wert bei, dem sei gesagt, dass ich einfach nur die Symbolik hinter Dingen liebe.

Wenn die Tanne es dir genauso angetan hat wie mir, und du jetzt Lust hast sie mit mirzu sticken, dann kannst du dir den Kurs hier kaufen: Stickkalender Januar

 
Ich lade dich ganz herzlich dazu ein, bei leiser Musik und wohltuender Atmosphäre den Tannenbaum mit meiner Begleitung zu sticken. Selbst wenn du ein/e Anfänger/in im Sticken sein solltest, kann ich dir Mut machen: Du wirst es schaffen dieses Bild zu sticken, denn ich erkläre dir wirklich alles von A-Z! Praktisch bedeutet das: Vom Übertragen der Stickvorlage auf den Stoff, über jeden einzelnen Stich bis zum finalen Einspannen des Stickgutes.

Jetzt aber genug geschrieben für heute. Ich hinterlasse euch am Ende noch ein paar winterliche Impressionen von unseren Spaziergängen. Lasst eure Augen & die Seele ruhen und genießt die weiß gepuderten Sträucher und Bäume.

Bis bald ganz herzlich,

Vicky

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