About me

Viktoria Egert
 

Viel lieber Vicky…
Ich bin 4 Jahrzehnte alt und inzwischen länger verheiratet als allein. Seit 21 Jahren  gehe ich mit ein und demselben Mann durchs Leben, wir haben 5 wundervollen, einzigartigen Kindern das Leben geschenkt und seit 2020 dürfen wir auch schon einen Schwiegersohn in unserer Mitte Willkommen heißen. 
Wir leben leben ländlich mit Hund, Kätzchen und Hühner und genießen es unser eigenes Gemüse und Blumen im Garten anzubauen.
„Ich habe nur dieses eine Leben, es soll sinnerfüllt und glücklich sein!“

Ich bin gleich einem Schmetterling.

In meiner Vergangenheit lebte ich viele Jahre in einer sehr dunklen Zeit; gefangen in einem engen Kokon aus Depressionen, Angst und Selbstzerstörung. Die Dunkelheit raubte mir die Luft zum atmen, sie raubte mir den Schlaf, die Lebensfreude… sie trieb mich gnadenlos in Trostlosigkeit, Selbstmordgedanken und Selbstverletzung. Es war so dunkel, so eng, so angsteinflössend und kein einziger Schimmer von  Hoffnung oder Licht drang durch zu mir. Ich schien verloren.

Eines Tages hörte ich aus meinem Kokon einer Rede zu. Der Redner beschrieb das Verhalten von Menschen die nach Liebe suchten, sie aber nicht fanden… Ich saß da wie betäubt… er sprach von mir!

„Menschen können nicht bedingungslos Lieben… jeder der sich nach der perfekten Liebe sehnt, wird früher oder später erbarmungslos aufgeweckt, denn wir sind nur Menschen. Menschen die nach Bedingungsloser Liebe suchen, können diese Liebe nur bei Jesus finden.“

Ich, in meinem Kokon aus Dunkelheit, habe schon oft von diesem Jesus gehört. Aber an dem Tag habe ich zum allerersten mal die zusammenhänge von fehlender Liebe und meinem Zustand begriffen. 

Der Kokon bekam die ersten Risse.

Der Kokon begann langsam zu bröckeln.. 

Ich bekam noch mehr Angst…was passierte hier? Das Licht dass sich plötzlich immer wieder durch die Risse stahl und mich zart berührte, machte mich Hoffnungsvoll aber ängstigte mich auch zutiefst. Konnte ich diesem Licht vertrauen? War das Licht nicht wieder ein Lockmittel um mich dann wieder unerfüllt und verängstigt zurück zulassen?

Doch das Licht lockte mich stetig weiter, es wärmte die Stellen an die es herankam und kitzelte mich. Ich merkte wie mein Kokon  nach und nach größere Risse bekam… das Licht tat gut, es streichelte und heilte mich sanft…und ich wollte immer mehr von dem Licht und der Wärme.

Eines Tages war es soweit. Ich sprengte die letzten Fesseln des Kokons, im vertrauen darauf, dass das Licht mich tragen und endgültig heilen würde.

Mit der Schönheit die mich plötzlich umgab als der letze Reste vom Kokon fiel, hatte ich nicht gerechnet. Da war so viel Licht, alles war bunt, eine sanfte Brise wehte und es war herrlich warm und sonnig. Da bemerkte ich, dass ich Flügel hatte… vorsichtig und zaghaft bewegte ich sie… wozu waren diese Flügel denn gut? Erst sehr Langsam und dann immer  schwungvoller und mutiger bewegte ich sie, bis ich plötzlich merkte,  dass ich mich in die Lüfte erhob. Zuerst raubte mir die aufsteigende Angst den Atem, bis ich erstaunt bemerkte was für Möglichkeiten sich mir nun plötzlich eröffneten. Ich sah die ganze Natur, die opulente Blütenpracht, die Gräser und Halme in ihrer vollen Pracht… und mein Herz explodierte vor Dankbarkeit.

Aus der Dunkelheit herausgetreten und diese wunderschöne Welt.

Nun flieg ich von Blume zu Blume, genieße die Leichtigkeit im Wind und erlabe mich am Nektar der Blüten. Ich genieße in vollen Zügen die verschiedenen Stationen an denen ich rasten darf, eröffnet es mir doch Horizonte, neue Erfahrungen und eine nicht endende Fülle an Freude und tiefer Dankbarkeit.

Man sagt, der Schmetterling ist wunderschön. Dazu kann ich nichts sagen, das zu beurteilen überlasse ich den anderen, ich kann meine Flügel eh nicht sehen und es ist mir auch egal. Mir ist nur meine neu gewonnene Freiheit und mein Leben in der Sonne wichtig. Keine Dunkelheit, keine Selbstzerstörung und Verzweiflung mehr.  Manche versuchen Schmetterlinge einzufangen um sie ganz nah bei sich zu haben. Lass es sein. Die Erfahrung in der Dunkelheit hat mich empfindlich gemacht für Enge. Ich gehe daran zugrunde und meine Flügel brechen schnell. 

Ich möchte einfach in meiner Bestimmung als Schmetterling leben und Freude, Leichtigkeit und Schönheit in die Welt bringen.

Aus der Dunkelheit ins Licht, erfüllt mit Liebe und Wärme der Sonne.

 

Viktoria Egert 

 

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